{"id":12,"date":"2020-05-18T14:16:54","date_gmt":"2020-05-18T12:16:54","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.wikimedia.de\/2020\/?post_type=themen&#038;p=12"},"modified":"2021-06-18T16:37:39","modified_gmt":"2021-06-18T14:37:39","slug":"glam-projekte","status":"publish","type":"themen","link":"https:\/\/www.wikimedia.de\/2020\/themen\/glam-projekte\/","title":{"rendered":"GLAM-Projekte im virtuellen Raum"},"content":{"rendered":"<div class=\"block-success-number\">\n    <div class=\"callout base-violet-bg\" style=\"transform: rotate(8deg);\">\n        <div class=\"content\">\n            <!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3>Insgesamt 54 Kultur- und Ged\u00e4chtnisinstitutionen aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz beteiligten sich 2020 an GLAM-Aktionen und Coding da Vinci.<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->\n\n<!-- wp:paragraph -->\n<p><\/p>\n<!-- \/wp:paragraph -->        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Obwohl pandemiebedingt die T\u00fcren der meisten Kulturerbe-Einrichtungen geschlossen bleiben mussten, konnten 2020 eine ganze Reihe hochklassiger GLAM-Veranstaltungen online stattfinden: vom Internationalen Museumstag \u00fcber Vernetzungstreffen der Community bis zur virtuellen Kooperation mit dem Museum Sammlung Prinzhorn in Heidelberg. Viele Institutionen versuchen gerade in Krisenzeiten, neue Wege zu gehen, und \u00f6ffnen sich den Wikimedia-Projekten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alles war schon f\u00fcr die GLAM-on-Tour-Station geplant: Die Verabredung mit der Universit\u00e4tsbibliothek Marburg stand und 15 Ehrenamtliche hatten sich f\u00fcr die Veranstaltung angemeldet. Es sollte um die Erschlie\u00dfung mittelalterlicher Handschriften f\u00fcr die Wikipedia und ihre Schwester-Projekte gehen. Dann kam im M\u00e4rz 2020 die Absage \u2013 verbunden mit der Perspektive, die Veranstaltung 2022 nachzuholen. \u201eDa habe ich zum ersten Mal geschluckt\u201c, erz\u00e4hlt Holger Plickert, Projektmanager Kultur &amp; Community bei Wikimedia Deutschland. Anfang des Jahres hatte noch eine Wikipedianische KultTour in Balingen stattgefunden, angeregt von Benutzer Wuselig&nbsp; \u2013 jetzt begann die Corona-Krise Gestalt anzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Klar war aber auch schnell: Nichts zu machen ist keine Option. Plickert legte eine Diskussionsseite f\u00fcr die Community an, auf der Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den weiteren Austausch, neue Kommuniktationswege und  f\u00fcr virtuelle GLAM-Veranstaltungen gesammelt werden sollten, probierte alle verf\u00fcgbaren Videotools aus, um mit Menschen im Gespr\u00e4ch bleiben zu k\u00f6nnen, hatte, wie alle in dieser Zeit, mit technischen Widrigkeiten zu k\u00e4mpfen \u2013 und machte viele positive Erfahrungen. \u201eEs sind sehr enge Beziehungen entstanden, gerade auch mit Menschen aus dem Museumsbereich. Mitarbeitende, die zuvor schon unsere Verb\u00fcndeten in den Institutionen waren, bekamen in dieser Zeit Wind unter die Fl\u00fcgel.\u201c In den Kulturerbeeinrichtungen wuchs also das Bewusstsein f\u00fcr die Notwendigkeit, sich digitaler aufzustellen, mehr Partizipation und Zug\u00e4nglichkeit zu erm\u00f6glichen und mehr zu teilen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Internationaler Museumstag stiftet Allianzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Reihe hochklassiger Veranstaltungen und Formate konnte 2020 digital stattfinden. Darunter der Internationale Museumstag im Mai, an dem sich neben Wikimedia Deutschland, \u00d6sterreich und Wikimedia CH auch Frankreich und Italien beteiligt haben. Die Mitmachaktion hatte zum Ziel, die Sichtbarkeit und Pr\u00e4senz von Kultur- und Ged\u00e4chtnisinstitutionen in den Wikimedia-Projekten zu erh\u00f6hen. Auf einer interaktiven Karte konnten die Teilnehmenden einsehen, welche Museen bislang kaum oder gar nicht vertreten sind \u2013 und waren aufgerufen, das zu \u00e4ndern. Zus\u00e4tzlich wurde ein Wikidata-Workshop abgehalten, um mit den gewonnenen Informationen auch die freie Datenbank anzureichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Erfreulich war die positive Resonanz auf den Internationalen Museumstag in Verb\u00e4nden wie dem \u201eInternational Council of Museums\u201c (ICOM) oder dem Deutschen Museumsbund, so Plickert. \u201eWir brauchen Allianzen\u201c, betont der Projektmanager. Man arbeite kontinuierlich darauf hin, dass sich die Erkenntnis durchsetze: \u201eWikipedianerinnen und Wikipedianer stehen nicht in Konkurrenz zu den Museen. Beide wollen Kulturgut bewahren, nur in verschiedener Form.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aktionen in Kaufbeuren und im virtuellen Raum \u00a0<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts einer sich entspannenden Pandemielage im Sommer 2020 konnte tats\u00e4chlich auch eine Wikipedianische KulTour analog stattfinden. Auf Initiative von Benutzer PanTau wurde in Bayern die Sonderausstellung \u201eKaufbeuren unterm Hakenkreuz\u201c besucht. \u201eDa Wikipedia eins der wichtigsten Nachschlagewerke im Internet ist, war es mir ein Anliegen, den Eintrag des Stadtmuseums zu aktualisieren\u201c, so Museumsleiterin Petra Weber.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem \u201eArbeitskreis Bergische Museen\u201c, in dem 20 H\u00e4user verschiedener Gr\u00f6\u00dfe und Ausrichtung zusammengeschlossen sind, fand dagegen eine hybride Veranstaltung statt. Drei Wikipedianerinnen und Wikipedianer aus der Region waren vor Ort, der Rest schaltete sich online zu. \u201eAuch so funktioniert Zusammenarbeit\u201c, stellt Plickert fest.<\/p>\n\n\n\n<p>Das j\u00e4hrliche Koodinierungs- und Vernetzungstreffen der GLAM-Community \u2013 stets ein wertvolles Event f\u00fcr den Austausch \u2013 wurde wiederum an zwei Tagen ausnahmslos digital abgehalten. Besonders hervorzuheben ist, dass der Kontakt sowohl zur Community, als auch zu den Institutionen 2020 nie abriss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wertvolle Zusammenarbeit mit der Sammlung Prinzhorn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein besonderes Highlight in diesem Ausnahmejahr war schlie\u00dflich eine virtuelle Veranstaltung mit dem Museum Sammlung Prinzhorn, einem Heidelberger Museum f\u00fcr Kunst von Menschen mit psychischen Ausnahme-Erfahrungen. Der historische Bestand umfasst rund 6000 Zeichnungen, Aquarelle, Gem\u00e4lde, Skulpturen und Texte von Insassen psychiatrischer Anstalten, die zwischen 1840 und 1945 entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein Thema, das besondere Sensibilit\u00e4t verlangt. Dr. Thomas R\u00f6ske, Leiter der Sammlung Prinzhorn, schrieb im Vorfeld eine Einf\u00fchrung und gab auch einen Impuls f\u00fcr die GLAM-Community. Zudem rahmte Prof. Dr. Maike Rotzoll \u2013 Professorin am Institut f\u00fcr Geschichte und Ethik der Medizin in Heidelberg \u2013 die Veranstaltung mit einem Vortrag \u00fcber die Verbrechen der Nationalsozialisten an psychisch kranken Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Nachklang entstand eine Reihe von Artikeln f\u00fcr die Wikipedia. \u201eIch finde, wir haben uns w\u00fcrdig mit dem Thema auseinandergesetzt\u201c, so Plickert. Es ist ein weiteres Beispiel f\u00fcr eine Kooperation, die f\u00fcr beide Seiten einen Gewinn bedeutet. \u201eDie Artikel \u00fcber die Sammlung Prinzhorn und einige ihrer Werke werden sie international bekannter machen und andere anstiften, sich damit zu befassen, auch wissenschaftlich\u201c, sagt Thomas R\u00f6ske. Maike Rotzoll ist davon \u00fcberzeugt, dass \u201edie Zusammenarbeit mit Wikimedia ein Gewinn (ist), da auf diese Weise Texte vor allem zu K\u00fcnstler*innen der Sammlung entstehen und im Internet pr\u00e4sent werden, auch zu solchen, die bislang noch kaum bekannt sind. Dadurch wird auch die thematische, biografische und k\u00fcnstlerische Vielfalt der K\u00fcnstler*innen in einer breiten \u00d6ffentlichkeit sichtbar.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl pandemiebedingt die T\u00fcren der meisten Kulturerbe-Einrichtungen geschlossen bleiben mussten, konnten 2020 eine ganze Reihe hochklassiger GLAM-Veranstaltungen online stattfinden: vom Internationalen Museumstag \u00fcber Vernetzungstreffen der Community bis zur virtuellen Kooperation mit dem Museum Sammlung Prinzhorn in Heidelberg. Viele Institutionen versuchen gerade in Krisenzeiten, neue Wege zu gehen, und \u00f6ffnen sich den Wikimedia-Projekten. 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