{"id":532,"date":"2021-06-12T09:46:13","date_gmt":"2021-06-12T07:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/stage.wikimedia.de\/2020\/?post_type=themen&#038;p=532"},"modified":"2021-06-21T09:57:04","modified_gmt":"2021-06-21T07:57:04","slug":"unlock","status":"publish","type":"themen","link":"https:\/\/www.wikimedia.de\/2020\/themen\/unlock\/","title":{"rendered":"Wikimedia-Accelerator: UNLOCK your ideas!"},"content":{"rendered":"<div class=\"block-success-number\">\n    <div class=\"callout base-green-bg\" style=\"transform: rotate(-20deg);\">\n        <div class=\"content\">\n            <!-- wp:heading {\"level\":3} -->\n<h3>5 Projektteams wurden in der ersten Runde des Wikimedia Accelerator-Programms \u201cUnlock\u201d gef\u00f6rdert.<\/h3>\n<!-- \/wp:heading -->        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Gesucht: the next Wikipedia! Der UNLOCK Accelerator f\u00f6rdert Projekte und Ideen, die zu einer offenen und informierten Wissensgesellschaft beitragen. Die Resonanz war schon in der ersten Runde erfreulich hoch. F\u00fcnf Teams wurden 2020 bei der Entwicklung von innovativen L\u00f6sungen und Ans\u00e4tzen begleitet. K\u00fcnftig wird UNLOCK auf den gesamten europ\u00e4ischen Raum ausgeweitet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAn welchen Wissensformaten arbeiten Menschen? Welches Projekt hat das Potenzial, <em>the next Wikipedia <\/em>zu werden? Welche Menschen assoziieren sich noch nicht mit unserem Movement, obwohl sie sich f\u00fcr dieselbe Vision einsetzen?\u201c Diese Fragen, erz\u00e4hlt Kannika Thaimai, Leiterin Innovationsmotor bei Wikimedia Deutschland, haben den Impuls f\u00fcr den UNLOCK Accelerator gegeben. Ein Programm, das im Mai 2020 erstmals gestartet ist. Bewerben konnten sich daf\u00fcr Teams aus den verschiedensten Zusammenh\u00e4ngen. \u201eStudierende, Menschen aus dem Kultur- und Kreativbereich, Social Entrepreneurs\u201c, so Thaimai. \u201eWir wollten alle Menschen adressieren, die an sinnstiftenden Projekten technischer oder nicht technischer Natur mit Fokus auf Freiem Wissen statt Profit arbeiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcnf Teams wurden in der ersten UNLOCK-Ausgabe von einem Beratungsgremium ausgew\u00e4hlt \u2013 unter 56 Bewerbungen, was eine \u00fcberraschend hohe Resonanz bedeutete. Einreichungen waren zu f\u00fcnf Themenfeldern m\u00f6glich, die gegenw\u00e4rtige Herausforderungen auf dem Weg zu einer digitalen, fairen und inklusiven Wissensgesellschaft abbilden. Darunter befinden sich \u201eWissensnetzwerke\u201c \u2013 verbunden mit der Frage, welche technischen Entwicklungen es gibt, die einen \u00e4hnlichen Impact haben k\u00f6nnten wie Wikipedia, beschreibt Thaimai. Unter dem Schlagwort \u201eWissensproduktion\u201c wurde nach innovativen Gesch\u00e4ftsmodellen f\u00fcr Open-Source- und Freies-Wissen-Projekte jenseits der Marktdiktate gesucht. Hinter \u201eWissensgesellschaft\u201c wiederum steht die \u00dcberlegung, wie wir ein neues Momentum f\u00fcr Freies Wissen schaffen k\u00f6nnen, eine Art Fridays for Free Knowledge. Die meisten Bewerbungen, so Thaimai, gab es zum Feld \u201eWissenskompetenz\u201c. Hier geht es um den Zugang zu digitalen M\u00f6glichkeiten, an Wissen teilzuhaben, eine \u201eDigital Literacy\u201c, die sich nicht nur auf Technologie, sondern auch auf Verstehen, Vermitteln und Bewerten von Wissen geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der UNLOCK Accelerator bietet den Teilnehmenden ein dreimonatiges, strukturiertes Online-Programm. Die ausgew\u00e4hlten Teams werden methodisch von Coaches begleitet, die ihnen helfen, ihre Idee bis zum Prototypen zu entwickeln. Punktuell findet eine Vernetzung mit weiteren Expert*innen statt, die Impulse geben. Auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Teams wird bef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Projekten, die 2020 ausgew\u00e4hlt wurden, z\u00e4hlten neben der App \u201eFace the Facts\u201c (s. <em>Fokus<\/em>) etwa \u201eAudiopedia\u201c: das Vorhaben, h\u00f6rbares Wissen zu schaffen. \u201eAudiopedia\u201c wurde f\u00fcr L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens und speziell f\u00fcr marginalisierte Bev\u00f6lkerungsgruppen konzipiert. Entsprechend soll es in \u201eAudiopedia\u201c auch weniger um enzyklop\u00e4dische Beitr\u00e4ge gehen, als vielmehr um Aufkl\u00e4rung zu allt\u00e4glichen Fragen, z. B. \u201eWie ern\u00e4hre ich mein Kind gesund, was muss ich bei dieser oder jener Krankheit beachteten?\u201c, erkl\u00e4rt Thaimai. Ein weiteres Gewinnerprojekt war \u201eCommunitybasierte Zertifizierung von Open-Source-Hardware\u201c. Den Begriff Open Source bringe man ja meistens nur mit Software in Verbindung, so die Projektleiterin \u2013 hier ginge es darum, die Baupl\u00e4ne von Hardware nachhaltig und mit DIN-Zertifikat zu dokumentieren (\u201eWie sieht es eigentlich in meinem Smartphone aus?\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Ausgabe des UNLOCK Accelerators hat viele wertvolle Erkenntnisse produziert. Zum Beispiel, wie sehr es auf eine passende Zusammensetzung der Teams ankommt, sodass sie produktiv arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die zweite Runde wurden vom UNLOCK Team \u2013 zu dem neben Thaimai die Programm-Managerinnen Lucia Obst und Mia Kunert z\u00e4hlen \u2013 nun einige \u00c4nderungen umgesetzt, die den Horizont des Accelerators weiten: \u201eDas Projekt l\u00e4uft 2021 in englischer Sprache und sucht Bewerbungen aus ganz Europa\u201c, so Thaimai. Statt f\u00fcnf Themenfeldern gibt es nun einen thematischen Fokus. Konkret sind Ideen und L\u00f6sungen \u2013 wiederum technischer und nicht-technischer Natur \u2013 gesucht, die das Vertrauen in Informationen und Technologien st\u00e4rken. Auch werden jetzt bis zu sieben Teams statt f\u00fcnf unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir sind gespannt auf die vielen gro\u00dfartigen Ideen aus dem europ\u00e4ischen Raum und freuen uns, dass wir mit der Erweiterung noch mehr Menschen unterst\u00fctzen k\u00f6nnen\u201c, so Kannika Thaimai.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<section id=\"block_60cca126da325\" class=\"block-text-image-bg\">\n        <div class=\"bg\" style=\"background-image: url(https:\/\/www.wikimedia.de\/2020\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/06\/website-grafiken_3fragen4.png)\"><\/div>\n    <div class=\"txt\">\n        <h3>FOKUS: \u201eFACE THE FACTS<\/h3>\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">\u00a0\u201eFace the Facts\u201c \u2013 gef\u00f6rdert von Wikimedias UNLOCK Accelerator \u2013 ist eine App, die mithilfe der Handykamera Informationen \u00fcber Politiker*innen direkt am Wahlplakat sichtbar macht.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir brauchen die besten Leute, die wir kriegen k\u00f6nnen, weil wir verdammt viel zu tun haben\u201c, findet Victor Bellu. Er meint damit das politische Personal, das die Geschicke unseres Landes lenkt \u2013 angesichts enormer Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft: \u201eKlimawandel, Digitalisierung, Automatisierung, dazu noch Extremismus und Fl\u00fcchtlingswellen durch Armut und Krieg.\u201c Doch so gro\u00df die Aufgaben seien, so wenig w\u00fcsste man in der Regel \u00fcber diejenigen, die sie als gew\u00e4hlte Volksvertreter*innen bew\u00e4ltigen sollen. \u201eDie meisten Abgeordneten kommen \u00fcber Landeslisten, die von Parteien aufgestellt werden, in die Parlamente\u201c, f\u00fchrt Bellu weiter aus. Das erschwert zus\u00e4tzlich die Bekanntheit von Politiker*innen in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p data-rich-text-format-boundary=\"true\">Darum hat sich Bellu \u2013 Studierender an der CODE Berlin|University of Applied Sciences \u2013 zusammen mit den Kommilitonen Fabian Volkers, Finn-Jordan Max, Oliver K\u00f6ditz, Richard Kr\u00fcmmel und Takahiro Mitsui ein Projekt ausgedacht, das f\u00fcr mehr Transparenz und frei zug\u00e4ngliche Informationen sorgen soll: die Web-App \u201eFace the Facts\u201c. Deren Prinzip ist denkbar einfach: Mithilfe der Handykamera kann jede*r Informationen \u00fcber Politiker*innen direkt am Wahlplakat abrufen. Technisch funktioniert dieser Scan \u00fcber <em>text recognition<\/em> (eingelesen wird der Name auf dem Plakat) und <em>face detection<\/em> \u2013 was sich mehr empfiehlt als nur eine Gesichtserkennungssoftware, deren Algorithmus wom\u00f6glich versagt, wenn eine Werbetafel zu arg verunstaltet ist.<\/p>\n<p data-rich-text-format-boundary=\"true\">Das \u201eFace the Facts\u201c-Team hat es mit dieser Idee ins Programm UNLOCK Accelerator geschafft \u2013 und wertvolle Unterst\u00fctzung bei der Weiterentwicklung ihres Prototypen erhalten. \u201eOhne UNLOCK g\u00e4be es uns nicht, oder wir w\u00e4ren nicht ansatzweise so weit\u201c, sagt Victor Bellu.<\/p>\n<p data-rich-text-format-boundary=\"true\">Was die App bereits bietet, sind Features zu politischen Schwerpunkten von Abgeordneten \u2013 darunter Aussch\u00fcsse, in denen sie ihre Zeit verbringen, das vergangene Abstimmungsverhalten oder Nebent\u00e4tigkeiten. Das warf im Falle des Beispielkandidaten Christian Lindner von der FDP gleich technische Probleme auf, erz\u00e4hlt Bellu. Dessen Nebent\u00e4tigkeitsliste (in der jeder Vortrag aufgelistet wird) umfasste etliche Seiten und sprengte den Platz.<\/p>\n<p data-rich-text-format-boundary=\"true\">Die Informationen, mit denen Bellu und seine Mitstreiter ihre App f\u00fcttern, sind dabei alle frei verf\u00fcgbar. \u201eWir tragen sie nur zusammen und bereiten sie auf.\u201c Quellen sind die Seite des Bundestages, und viele Daten stammen auch von Abgeordnetenwatch.de., so etwa Informationen zu politischen Positionen. \u201eAbgeordnetenwatch stellt im Kandidierendencheck Thesen auf, zum Beispiel: Sollte man Amazon &amp; Co h\u00f6her besteuern, ja oder nein \u2013 dazu k\u00f6nnen sich Politiker*innen mit einer kurzen Begr\u00fcndung verhalten.\u201c Wichtig ist Bellu, dass es bei \u201eFace the Facts\u201c um objektive Informationen geht \u2013 und das fast v\u00f6llig ohne redaktionelle Eingriffe.<\/p>\n<p data-rich-text-format-boundary=\"true\">Zurzeit arbeitet das Team an weiteren Features, zum Beispiel \u201eMedienecho\u201c. Das ist eine Rubrik, die dem Punkt \u201eKontroversen\u201c in Wikipedia-Artikeln \u00e4hneln und neutral zusammentragen soll, wie \u00fcber die Politiker*in in der vergangenen Legislaturperiode in den Medien berichtet wurde. Dazu ist noch ein Edit-a-thon mit der Datenbank Wikidata geplant.<\/p>\n<p data-rich-text-format-boundary=\"true\">Gebaut wird die App mit Open Source. Sie ist au\u00dferdem so gebaut, dass sie m\u00fchelos auch in anderen demokratischen L\u00e4ndern mit \u00e4hnlichem politischen System zum Einsatz kommen kann. Bellu w\u00fcrde sich \u00fcber jede Adaption freuen und sagt: \u201eSorgt nur daf\u00fcr, dass die Informationen neutral sind und die Leute Nutzen davon haben. Am Ende soll \u201aFace the Facts\u2019 ein Werkzeug sein, damit wir bessere Politiker*innen w\u00e4hlen k\u00f6nnen \u2013 partei\u00fcbergreifend, und nicht, um Wahlkampf zu machen.\u201c<\/p>\n    <\/div>\n<\/section>\n\n<script>\nfunction block_60cca126da325() {\n    jQuery('.block-text-image-bg').each(function() {\n        var pad = 90;\n        var y = jQuery(this).find('.txt').position().top - pad + 'px';\n        var h = 'calc( ' + jQuery(this).find('.txt').css('height') + ' + ' + 2 * pad + 'px)';\n        jQuery(this).find('.bg').css({\n            'top': y,\n            'height': h\n        });\n    });\n}\n\njQuery(window).resize( block_60cca126da325 );\njQuery(document).ready( block_60cca126da325 );\n<\/script>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesucht: the next Wikipedia! Der UNLOCK Accelerator f\u00f6rdert Projekte und Ideen, die zu einer offenen und informierten Wissensgesellschaft beitragen. Die Resonanz war schon in der ersten Runde erfreulich hoch. 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