Vor der Bundestagswahl: Wikimedia Deutschland fordert freien Zugang zu öffentlich finanzierten Inhalten

Berlin, 19. September 2021 – Bei der hybriden jährlichen Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland in Kassel am gestrigen Samstag haben die Vereinsmitglieder politische Forderungen an den neuen Bundestag und die neue Bundesregierung beschlossen.

Öffentliches Geld – öffentliches Gut!

Wikimedia Deutschland fordert, dass alle maßgeblich mit öffentlichem Geld finanzierten Inhalte grundsätzlich öffentlich zugänglich gemacht und zur Nachnutzung freigegeben werden. Das muss auch für die Arbeitsergebnisse der durch die öffentliche Hand Beauftragten gelten, etwa Agenturen, Kanzleien und andere Dienstleistende. Das Informationsfreiheitsgesetz muss in ein Transparenzgesetz fortentwickelt werden, inklusive eines Rechtsanspruchs auf Open Data.

Christian Humborg, Geschäftsführender Vorstand von Wikimedia Deutschland: „Inhalte, die wir alle über öffentliche Gelder mitfinanzieren, müssen öffentlich zugänglich gemacht und für die Nachnutzung freigegeben werden. Damit alle davon profitieren können – sei es durch die Verfügbarmachung in der Wikipedia oder über andere ehrenamtliche Projekte. Bundestag und Bundesregierung müssen sich in der nächsten Legislaturperiode viel mehr für ein offenes, gemeinwohlorientiertes Internet einsetzen.“

Verantwortung für internationale Regelsetzung wahrnehmen

Gesetzliche Rahmenbedingungen für das Netz werden nicht nur auf nationaler Ebene entschieden. Deshalb fordert Wikimedia Deutschland die kommende Bundesregierung auf, sich international mehr für Freies Wissen und ein offenes Internet einzusetzen, etwa im Europäischen Rat oder bei Verhandlungen der World Intellectual Property Organization (WIPO) der UN. Die Forderungen im Wortlaut des Beschlusses der Mitgliederversammlung finden Sie hier:

Mehr zu der 26. Mitgliederversammlung von Wikimedia Deutschland lesen Sie im Wikimedia-Blog.