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Politische Position

Künstliche Intelligenz (KI)

Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ fasst unterschiedliche Technologien zusammen, darunter Chatbots, automatisierte Textgeneratoren, Übersetzungs- und Bilderkennungssysteme sowie Empfehlungssysteme. Diese Anwendungen greifen zunehmend auf freies Wissen zurück, verändern den Zugang zu Informationen und beeinflussen die Arbeit der Freiwilligen in den Wikimedia-Projekten. Wikimedia Deutschland begleitet den politischen Diskurs und zeigt auf, welche rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen nötig sind, damit KI im Sinne von Transparenz, Offenheit sowie Wissens- und Bildungsgerechtigkeit gestaltet wird.

Wikimedia-Projekte zu KI

Forum offene KI – Empfehlungen für offene und gemeinwohlorientierte KI-Technologien im Bildungsbereich

Wikimedia Deutschland hat gemeinsam mit Menschen aus der Bildungspraxis, -wissenschaft und -politik konkrete Handlungsempfehlungen für Bildungspolitiker*innen entwickelt. Sie zeigen, warum eine offene und gemeinwohlorientierte KI-Technologie im Bildungsbereich benötigt wird und welche politischen Schritte dafür notwendig sind.

Vektordatenbank: Das Wikidata Embedding-Projekt

Das Embedding-Projekt eröffnet Open-Source-Entwicklerteams auf der ganzen Welt neue Möglichkeiten, Large-Language-Modelle (LLMs) transparenter, verlässlicher und gerechter zu gestalten – und unterstützt damit die Entstehung von mehr Alternativen zu den meist proprietären Angeboten großer Tech-Konzerne.

Handlungsempfehlungen und Forderungen im Überblick

1. Gesichertes Wissen statt plausibler KI-Texte

Wissensvermittlung braucht Korrektheit, Quellen und Nachvollziehbarkeit – nicht statistische Wahrscheinlichkeiten. Politische Rahmenbedingungen müssen so gestaltet sein, dass KI-Anwendungen perspektivisch gesichertes Wissen statt plausibler Texte produzieren.

2. Strukturierte Daten als Grundlage für Freies Wissen ausbauen

Informationen der öffentlichen Hand sollen systematisch in maschinenlesbarer Form und als strukturierte Daten bereitgestellt werden, etwa durch Wissensgraphen wie Wikidata.

3. Regelbasierte Systeme vor generativer KI priorisieren

Wenn Wissen vermittelt oder Daten verarbeitet werden, sollte das auf den Prinzipien Transparenz, Gleichbehandlung und Beweisbarkeit basieren. Daher sollten regelbasierte Systeme – wie etwa Wikidata – bevorzugt werden, weil sie verlässliche und auf vorher definierten Regeln basierende Ergebnisse erzeugen.

4. KI-Einsatz konsequent am Gemeinwohl und an Verhältnismäßigkeit ausrichten

Jeder KI-Einsatz, etwa in Behörden und anderen öffentlichen Institutionen, muss verhältnismäßig sein – technisch sinnvoll, gesellschaftlich verantwortbar und ressourcenschonend.

5. Kein Openwashing: Echte Offenheit klar definieren und schützen

Wissens- und Datenprojekte wie Wikipedia und Wikidata zeigen, wie echte Offenheit funktioniert. Sie sind transparent und alle können auf die Inhalte und Software zugreifen, sie nutzen, verändern und teilen. Als „offen“ können daher nur KI-Systeme gelten, die reproduzierbar, veränderbar und transparent sind – im Sinne Freier Software und digitaler Gemeingüter.

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Künstliche Intelligenz und Freies Wissen

Generative Systeme versprechen Offenheit, erzeugen jedoch Abhängigkeiten und gefährden Gemeingüter. Die Publikation „KI und Freies Wissen“ zeigt, warum KI zwar Texte produziert, aber kein Wissen schafft und Wissenskonzentration befördert. Darüber hinaus werden Kriterien vorgestellt, die dabei helfen, KI verantwortungsvoll einzusetzen.

Cover der Publikation "Generative KI für die Verwaltung?" mit dem Logo von Wikimedia Deutschland.

Generative KI für die Verwaltung?

Was unterscheidet generative KI-Systeme wie ChatGPT von logik- oder regelbasierten KI-Anwendungen? Warum sollte die öffentliche Hand die Potenziale von regelbasierten Systemen kennen und sie vor allem nutzen? Und welche positiven Auswirkungen kann das für automatisierte Informationsflüsse in Verwaltungen, Open Data, Verwaltungsmodernisierung und bestehende Ziele wie digitale Unabhängigkeit oder Nachhaltigkeit? Die Handreichung gibt Antworten auf diese Fragen und empfiehlt, ein Prüfschema zu etablieren, mit dem Verwaltungen erkennen können: Generative oder regelbasierte KI – welches System hilft uns bei der Zielerreichung?

Stellungnahme zu den KI-Handlungsempfehlungen der KMK

KMK Handlungsempfehlung für die Bildungsverwaltung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen

Weitere Informationen zum Thema Künstliche Intelligenz

In diesem Artikel analysiert die Rechtsabeteilung der Wikimedia Foundationt, wie ChatGPT und ähnliche Tools mit den aktuellen US-Urheberrechtsgesetzen zusammenspielen.

Digitaler Themenstammtisch heißen unregelmäßig stattfindende Online-Treffen, bei denen über die Wikipedia und verwandte Themen geredet wird. Alle sind herzlich willkommen, egal, ob sie die Wikipedia bearbeiten oder nicht.

Auf dieser Diskussionsseite tauschen sich Menschen aus der Wikipedia-Community über die Risiken oder Potenziale der Nutzung von Large Language Modellen aus, teilen Expertise und entwickeln Positionen.

Lydia Pintscher und Jonathan Fraine von Wikimedia Deutschland erklären, wie die freien und offenen Daten des Wissensgraphen „Wikidata” genutzt werden können, um generative KI-Anwendungen zu verbessern.

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