Covid-19: Wikimedia Deutschland dankt den Wikipedia-Freiwilligen für ihren Einsatz gegen Desinformation

Berlin, 25.03.2020: Per Messaging-App und in den sozialen Medien verbreiten sich derzeit verstärkt Falschinformationen über das SARS-CoV-2. Teils handelt es sich dabei um gezielte Desinformation. Die Freiwilligen der Wikipedia stellen täglich die faktenbasierte Dokumentation der aktuellen Entwicklungen der Pandemie sicher. Sie benötigen Rahmenbedingungen, die diese Arbeit erleichtern.

„Unser Dank gilt den Freiwilligen, die in der Wikipedia ehrenamtlich und gemeinwohlorientiert Artikel erstellen und redigieren. Das ist jetzt besonders wichtig, denn eine offene und neutrale Wissensquelle hilft uns allen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Falschinformationen über das Coronavirus haben in der Wikipedia aufgrund der ehrenamtlichen Arbeit der Wikipedianerinnen und Wikipedianer keine Chance“, sagt Abraham Taherivand, Geschäftsführender Vorstand von Wikimedia Deutschland. 

Wikipedia Medizin Redaktion sichert Information in der Krise

Für die allgemeine Öffentlichkeit ist Wikipedia und die Wikipedia-Redaktion Medizin eine der wichtigsten Quellen für medizinische Erklärungen und Fakten. Wie viele weitere Themenredaktionen besteht die Redaktion aus Wikipedia-Autorinnen und -Autoren, die besondere Expertise besitzen und sich über Jahre durch gute Wissensarbeit etabliert haben. International vernetzte Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und andere Freiwillige aktualisieren stündlich auf Wikipedia die Beiträge über das Virus. Änderungen werden sorgfältig anhand von besonderen Kriterien für glaubwürdige Quellen geprüft. 

#ÖGÖG für eine höhere Qualität der Informationen  

Nur Wissen, das sich aus sicheren Quellen belegen lässt, kann Eingang in die Wikipedia finden. Die Anfang März gestartete Kampagne „Öffentliches Geld – Öffentliches Gut!“ fordert deshalb Zugang zu mehr Bildungsinhalten der öffentlich-rechtlichen Sender und klar erkennbare Nachnutzbarkeit dieses Materials für Wikipedia und ihre Schwesterprojekte.

„Die Freiwilligen benötigen klare rechtliche Regeln, denn gerade in der Corona-Pandemie ist der Zugang und die Nutzbarkeit von gemeinschaftlich bezahlten Rundfunkinhalten zentral für einen verantwortungsvollen Umgang mit Information“, fordert Abraham Taherivand.