Öffentliches Geld – Öffentliches Gut!: Warum digitale Bildungsinhalte gerade jetzt frei zugänglich sein sollten

Berlin, 18.03.2020: Öffentliches Geld – Öffentliches Gut! jetzt wichtiger denn je: Die aktuelle Situation um Covid-19 bestärkt die Forderungen nach frei zugänglichen Bildungsinhalten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Gerade jetzt können nachnutzbare Inhalte unter freier Lizenz die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern erleichtern.

 

#ÖGÖG für digitale Bildung in der Krise

Schulschließungen führen dazu, dass Lehrerinnen und Lehrer Unterrichtsmaterialien online zur Verfügung stellen müssen. „Vor allem Schülerinnen und Schüler, die jetzt von zu Hause arbeiten, dürfen nicht den Anschluss verlieren und müssen digital weiterlernen. Nur wenn die Bildungsinhalte aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk für alle dauerhaft verfügbar sind, können Schülerinnen und Schüler wirklich von ihnen profitieren. Das gilt jetzt, aber auch nach der Krise,“ sagt Abraham Taherivand, Geschäftsführender Vorstand von Wikimedia Deutschland.

Das bringt nicht nur viele technische Herausforderungen mit sich – die Lehrkräfte laufen außerdem Gefahr, Urheberrechte zu verletzen, da auch die entsprechenden Gesetze keine klaren Vorgaben machen für Situationen wie die derzeitige. Creative-Commons-Lizenzen helfen Lehrerinnen und Lehrern, Unterrichtsmaterial für Schülerinnen und Schüler zu Hause zusammenzustellen und zu teilen, das dann auch außerhalb der Schulserver liegen darf.

„Gerade in Krisenzeiten benötigen wir einfachen Zugriff auf Wissensquellen, denen wir vertrauen können. Die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer und der ehrenamtlichen Wikipedia-Aktiven sollte daher durch freien Zugang zu Inhalten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erleichtert werden. Am Ende profitieren wir alle von einem besseren Zugang zu Bildungsinhalten. Das bedeutet ‘Öffentliches Geld – Öffentliches Gut’,“ so Abraham Taherivand weiter.